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- Vegane Basics in unserer Küche
Vegane Basics sind Zutaten, die ich immer da habe. Mit diesen Zutaten kann ich stressfrei kochen und improvisieren. Hast du dazu noch eine gute Grundausstattung in der Küche, kann es losgehen mit dem kreativen und nachhaltigen Kochen. Wir kennen es alle: Wir haben Hunger, öffnen den Kühlschrank, es springt uns nichts ins Auge. Oft snacken wir wahllos irgendwas und gehen dann später noch zur Pommesbude, einen Rollo essen, zur Pizzeria oder zum Falafelimbiss. Damit ich nur dann Pommes esse, wenn ich wirklich Lust darauf habe, habe ich folgende Zutaten immer im Haus: vegane Basics Zwiebeln und Knoblauch Pflanzenöle, die gesund sind und schmecken - Ich habe immer Olivenöl Extra und kaltgepresstes Raps- und Leinöl. Zum Anschmoren und Schmoren nehme ich ein pflanzliches Öl zum Braten. Essig: klarer Küchenessig für Mayonnaisen und zum Backen - und ein Essig mit mehr Geschmack für Vinaigrette und Salate: z.B. Weinessig mittelscharfer Senf Hefeflocken (Bierhefe) Salz, und Pfeffer: Aus der Pfeffermühle, wenn es möglich ist. Eine stabile Pfeffermühle zum Nachfüllen ist sehr nützlich, denn Pfeffer verliert nach dem Mahlen sehr viel Geschmack. Wenn du mal mit etwas anderem als Salz und Pfeffer würzen willst... 3 bis 4 Grundgewürze, die euch schmecken: Ich benutze oft getrockene Chilischoten - oder Chilifocken -, Kumin und Garam Masala. Andere Gewürze besorgst du dir nach und nach nach Geschmack dazu. Ich habe gerne Zimt, Muskatnuss, süße Paprika, Kardamom, Nelken, Kurkuma und Oregano oder Kräuter der Provence in der Küche. Bei Gewürzmischungen die Zutatenliste checken: Manchmal sind Zucker oder Trennmittel in der Mischung! Bohnen (ich mag am liebsten weiße), Linsen (rote finde ich am praktischsten) und Kichererbsen z.B.für Hummus. Pasta (Vollkornpasta ist gesünder) und Reis ungesalzen Nüsse oder Mandeln z.B. für Nussparmesan, Müsli oder zum Backen – und als Snack Haferflocken und Hafermehl Wenn du backen möchtest: Weizenmehl Rübenzucker oder ein anderes natürliches Süßungsmittel, z.B. Rübensirup, besonders, wenn du auch backen möchtest. Dazu habe ich immer ungesüsste Sojamilch oder Erbsenmilch da, als Grundzutat für Soßen und Mayonnaisen. Aus Cashewnüssen oder Mandeln kannst du Nussmilch selber machen. Und natürlich frisches Gemüse:) Ich versuche, nicht zu viel zu kaufen, und entscheide mich im Laden oder auf dem Markt, was mich am meisten anspricht. Allein mit Knoblauch, Chili, Olivenöl, Salz und Pasta können wir die berühmten 'spaghetti aglio e olio' zubereiten: mit veganem Nussparmesan bestreut sind sie komplett. Hier ist das Rezept: Für 2 Personen 250g Spaghetti garen und abtropfen lassen. In einer Pfanne auf mittlerer Hitze in 2 EL Olivenöl 1-3 gehackte Knoblauchzehen und eine zerbröselte Chili-Schote leicht anschmoren, ohne sie zu verbrennen. Mit 1/2 TL Salz würzen. Die gegarten Spaghetti zum Knoblauch-Chili Öl geben. Wenn die Pasta schon recht trocken ist, noch 2-4 EL leckeres Olivenöl (nach Geschmack) oder eine Mischung aus 2 EL heißem Wasser und 2 EL Öl dazugeben. Pasta und Öl sollen sich gut vermischen. Den Herd spätestens jetzt abschalten. Deckel drauf und 3 Minuten ziehen lassen. Mit Nussparmesan servieren :) Meistens finden wir noch andere Zutaten bei uns zu Hause. Die kannst du einfach mutig und kreativ einsetzen! Nicht jedes Experiment ist ein Volltreffer, doch wir können nur durch Trial and Error herausfinden, was uns persönlich am besten schmeckt. Bevor du ans improvisieren gehst, noch 3 Tipps von Hanna: 1. Auch talentierte Menschen müssen üben. Je öfter du kochst, desto schneller und feiner kannst du dein Gemüse schneiden, zwischendurch aufräumen und dann in Ruhe Essen! 2. Lerne deinen Herd kennen, dann brennt auch nichts an! An dem einem Herd verbrennt das Gemüse gefühlt in Sekunden, andere Herde scheinen nie heiß genug zu werden. Auch hier ist die Devise: Ausprobieren! 3. Alles was wir selber zubereiten ist mindestens so lecker wie ein Fertiggericht, nachhaltiger und sowieso viel cooler! Alles was wir selber zubereiten ist besser als ein Fertiggericht!
- Vegane Mayonnaise
Mein persönliches Highlight: Die vegane Mayonnaise macht fast alles noch viel leckerer: Zu geschmortem Gemüse, Suppen und Frijoles refritos ist sie mein Hit. Schmeckt auch mit Pellkartoffeln oder im Sandwich megalecker. vegane Mayonnaise schmeckt je nach verwendetem Öl immer ein bisschen anders... Geräte Pürierstab, hohes Glas, oder Standmixer Zutaten 1/2 Tasse (120ml) Sojamilch ohne Zucker (oder eine andere zuckerfreie vegane Milch) 1 EL klarer Küchenessig 1 EL Senf 1/2 TL Salz 1 EL Bierhefeflocken 1 Tasse Pflanzenöl, das du gerne magst - mein Favorit: 50% kaltegepresstes Rapsöl und 50% Olivenöl Extra Zubereitung Alle Zutaten der Reihe nach in ein hohes Pürierglas geben. Den Stabmixer bis auf den Glasboden ins Glas stellen und ihn langsam von unten nach oben ziehen. Hierbei emulgiert das Fett mit den anderen Zutaten und es entsteht die cremige vegane Mayonnaise. Eventuell noch mit etwas Salz abschmecken und in ein Schraubglas füllen. Vegane Mayonnaise: HANNAS TIPPs Statt Essig kannst du auch Zitronensaft benutzen oder eine Mischung von beidem, je nach Geschmack. je nach verwendetem Öl schmeckt die Mayonnaise unterschiedlich, hier kannst du herumexperimentieren und deinen Lieblingsgeschmack kreieren. die Mayonnaise kann sofort verwendet werden, aber sie schmeckt nach einigen Stunden noch besser. Der Geschmack der Bierhefe ist dann nicht mehr dominant. Wenn du Olivenöl verwendet hast, verschwindet die Schärfe des Öls. Um fettreduzierte Mayonnaise herzustellen, kannst du die Hälfte des Öls durch 1/2 Tasse Reiscreme oder gegarte weiße Bohnen im eigenen Saft ersetzen. Natürlich kannst du auch vegane Mayonnaise mit Knoblauch oder Kräutern würzen.
- Vegane Tapenade
Die vegane Tapenade fehlt bei uns auf keiner Party! Wir haben fast immer eine im Kühlschrank. Köstlich, sättigend und gesund: Der perfekte vegane Brotaufstrich:). Die Zutaten kannst du nach Geschmack variieren. Da Oliven oft sehr salzig sind, und auch die getrockneten Tomaten oft gesalzen sind, nehme ich meistens mehr Nüsse. Wichtig ist dann, dass genug Öl dazu kommt. Sie sieht gut aus und schmeckt - Hannas vegane Tapenade mit getrockneten Tomaten. Dahinter Hannas Chipotle Dip. Zutaten ein Glas entsteinte Oliven (ca. 180g gut abgetropft) wenn du es süß magst nach Geschmack dazu: 1/4 Tasse Datteln oder getrocknete Feigen (zerschnitten) 4-6 getrocknete Tomaten (zerschnitten) oder ein kleines Glas getrocknete Tomaten in Öl eine Chilischote oder 1/8TL Pfeffer (gemahlen - ca. 8 Umdrehungen mit der Pfeffermühle) 1-2 Knoblauchzehen, zerschnitten 1/2 Tasse ungesalzene Nüsse oder Mandeln: Walnüsse, Pecannüsse und Cashews sind weich und lassen sich gut pürieren. Olivenöl extra oder eine anderes pflanzliches Öl, das dir schmeckt (Menge nach Füllhöhe im Pürierglas, etwa 5 cm unterhalb der übrigen Zutaten siehe Video). Zubereitung Die Zutaten der Reihe nach in das Pürierglas deines Standmixers geben. Olivenöl dazugeben bis etwa 5 cm unterhalb der übrigen Zutaten. Je mehr Olivenöl du in der Tapenade hast, desto leichter lässt sie sich pürieren. Sie hat dann aber auch eine flüssigere Konsistenz. Im Standmixer pulsierend mit Pausen pürieren bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Zwischendurch umrühren (Nur bei ausgeschaltetem Gerät!). Die Tapenade kannst du je nach Geschmack von grob bis ganz cremig pürieren. HANNAS TIPPs für eine perfekte vegane Tapenade Vorsicht beim Pürieren im Mixer! Arbeite ruhig und mache zwischendurch Pausen. (Video) Du bist dann schneller fertig und der Motor deines Mixers brennt nicht durch. Du kannst eine Tapenade auch mit dem Stabmixer zubereiten, solltest dann aber nicht so viele Nüsse nehmen und auf harte Sorten wie Mandeln verzichten. Ein halbes oder ein viertel Rezept reicht dann aus. Ich mache es nur im absoluten Notfall = wenn mein Standmixer nicht einsatzfähig ist. Oft sind eingelegte Oliven sehr salzig. Je mehr Nüsse du nimmst, desto weniger salzig wird die Tapenade.
- Schneiden ohne Leid 4: Zwiebeln schneiden
Zwiebeln müssen uns nicht zum Weinen bringen, denn sie sind durch ihre Zwiebelstruktur eigentlich schon vorgeschnitten - das Schneiden geht also recht schnell :). Eine Zwiebel in Ringe, Streifen oder Würfel zu schneiden geht mit einem scharfen Messer und etwas Übung (mit Tunnelgriff und Krallengriff ) wirklich leicht von der Hand. Trotzdem sind einige Zwiebeln so scharf, dass sie unsere Augen reizen... Was tun? Ich spüle die Zwiebeln nach dem pellen mit Wasser ab und schalte die Dunstabzugshaube ein, wenn ich merke, dass die Zwiebeln meine Augen reizen. Andere Menschen kühlen die Zwiebeln, bevor sie sie schneiden. Wieder andere haben eine Schutzbrille in der Küche, die sie vor den Dämpfen schützt. Hannas Tipps zum Zwiebeln schneiden Das Video ist in Zeitraffer aufgenommen... also langsam schneiden! Vor dem Schneiden die äußerste trockene Hautschicht von der Zwiebel abziehen VIDEO ANFANG . Die Krone abschneiden. Manche Menschen lassen die Wurzel an der Zwiebel, damit sie beim Schneiden nicht auseinander fällt. Dies mache ich nur, wenn ich die Zwiebel in Ringe schneiden will. Bei allen anderen Zwiebelformen schneide ich die Wurzel vorher ab. Achte darauf, dass du die Zwiebel gut hältst - auf Krallengriff und Tunnelgriff - dann schneidest du nur die Zwiebel. Zwiebelringe (NICHT IM VIDEO): Die Ganze Zwiebel von der Krone bis zur Wurzel horizontal in Scheiben schneiden. halbe Ringe: Die Zwiebel wird zunächst WIE IM VIDEO vertikal geteilt. Dann hältst du die Zwiebel mit dem Tunnelgriff (VIDEO MITTE) fest und schneidest jede Hälfte parallel zur Krone-Wurzel-Achse in Scheiben. Streifen (NICHT IM VIDEO): Die halbe Zwiebel wird von der Krone zur Wurzel in Scheiben geschnitten. Würfel : VIDEO MITTE . Schneide die Zwiebel in halbe Ringe ( Tunnelgriff ). VIDEO ENDE Halte sie dann beim Würfeln mit dem Krallengriff so, dass sie nicht auseinander fallen. Das Messer schneidet im rechten Winkel zu den halben Ringen, dann . Im Video kannst du das im Zeitraffer sehen. Die Würfel kannst du hacken, wenn du kleine gehackte Stückchen brauchst. => Auf der Seite Wissenschaft-im-Dialog.de habe ich diesen Artikel von Bettina Micka gefunden: Warum muss man beim Zwiebeln schneiden weinen? Durch das Schneiden werden die Zellen der Zwiebeln zerstört. Dadurch kommt das im Inneren der Zelle befindliche Enzym Alliinase in Kontakt mit der in der Zellwand vorliegenden schwefelhaltigen Aminosäure Iso-Alliin. Das Enzym spaltet die Aminosäure unter anderem in das reizende Propanthial-S-oxid. Dieses verdunstet und gelangt so in die Augen. Um die reizende Substanz aus den Augen auszuschwemmen, werden die Tränendrüsen aktiv. Wer Tränen vermeiden will, muss also die Augen vor den reizenden Dämpfen schützen. Wasser bildet einen Film auf der Oberfläche und hält so kurzzeitig den frei werdenden Reizstoff zurück. Hilfreich ist es deshalb, Zwiebeln, Schneidbrett und Messer anzufeuchten. Auch der Herdabzug kann die beißenden Dämpfe aus der Luft entfernen. Zudem sollte man den Kopf nicht über die Arbeitsfläche beugen. Das geht am besten im Sitzen. Wem das noch nicht reicht, der kann die Augen mit einer Schwimmbrille oder Tauchermaske schützen. Wenn man die Zwiebel vor dem Schneiden in den Kühlschrank legt, kann man zudem die Aktitivität des Enzyms und die Menge des verdampfenden Reizstoffs senken. Trotz der unangenehmen Begleiterscheinungen beim Schneiden sollte man Zwiebeln nicht aus dem Speiseplan verbannen. Sie enthalten neben Vitaminen und Mineralien weitere gesundheitsfördernde Substanzen wie beispielsweise Flavonoide und organische Sulfide. Diese können unter anderem das Wachstum von Viren, Bakterien und Pilzen unterdrücken und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und bestimmte Krebserkrankungen senken. Der Zwiebel dient die reizende Substanz vermutlich zur Abwehr von Ratten und Wühlmäusen. QUELLE: Micka, Bettina: Warum muss man beim Zwiebel schneiden weinen (2008), https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wieso/artikel/beitrag/warum-muss-man-beim-zwiebeln-schneiden-weinen/ , (Stand 26.06.2023)
- Veränderung ist möglich: Was schmeckt dir wirklich?
Vom Wissen zum Handeln ist der Schritt, den wir alle gehen möchten. Veränderung ist möglich, wenn wir Essen anders denken: Ohne Zwang, weil wir es wirklich wollen. Ein frischer Kichererbsensalat natürlich ;) Für die meisten von uns ist der wichtigste Grund für eine Ernährungsumstellung unsere Gesundheit und die Vermeidung von Übergewicht. Schon 1998 hat Allen Carr ein ungewöhnliches und leicht polemisches Buch zum Thema Abnehmen geschrieben „Endlich Wunschgewicht“(1) Er selber hatte es geschafft, ohne Diät abzunehmen, und zwar durch die bewusste Veränderung seiner Einstellung zum Essen. Carr stellte sich zentral die Frage, warum so viele von uns Junk Food lieben, obwohl wir wissen, dass es uns schadet. Seine These war, dass wir unser wirkliches Lieblingsessen wiederfinden müssten, um uns gesund zu ernähren. Dann würden wir sozuagen automatisch auch abnehmen. Dieses für uns leckerste Essen kann - so Carrs These - niemals industriell verarbeitet sein, sondern ist per se naturbelasse n. Und es ist zum größten Teil pflanzliche Nahrung . Carr begann sein Buch im Tierreich mit der Beobachtung, dass wilde Tiere kaum übergewichtig sind. Sie essen, wenn es ihnen möglich ist, immer dann, wenn sie Hunger haben und nur bis sie satt sind. Weiter sagte er, dass wilde Tiere bestimmte Nahrungsgruppen essen, andere aber nicht anrühren und spekulierte nach dem Grund. Er vermutete, dass die für Tiere artspezifische Nahrung nicht nur „gesund“ ist, sondern gleichzeitig die Nahrung sein muss, die der Art jeweils am besten schmeckt. Warum? Laut Carr meiden Wildtiere in der Regel Nahrungsmittel, die sie nicht unmittelbar krank machen, die ihnen aber langfristig eher schaden würden. Über den Umweg durch das Tierreich kam er zu seiner eigentlichen Frage: Warum finden wir - im Gegensatz zu wildlebenden Tieren - so oft sehr ungesunde Nahrung so lecker? Er fragte sich, warum so viele Menschen übergewichtig sind, und oft krank, obwohl sie doch in der Regel die Lebensmittel zu sich nehmen, die ihnen - wie sie glauben - am besten schmecken. Schließlich, so Carr, sind Menschen ja auch Säugetiere. Er erklärte es sich letztlich so: Wir Zivilisationsmenschen leben in der Illusion, dass all das, was wir hauptsächlich konsumieren uns auch wirklich schmeckt. Er meinte, dass wir, z.B. durch Werbung oder durch unsere Erziehung, so sozialisiert sind, dass wir glauben, nur mit tierischen Proteinen unseren Bedarf an Proteinen decken zu können, und dass stark prozessierte Lebensmittel wie Hamburger, Pizza und Schokoriegel uns am besten schmecken. Carr nannte dies „Gehirnwäsche“.(2) Seine These war: Wir Menschen wissen aufgrund unserer Sozialisation gar nicht mehr, welche Lebensmittel uns wirklich gut schmecken: Die pflanzlichen, naturbelassenen Lebensmittel. Carr schrieb in seinem Buch auch über den Unterschied zwischen Appetit und Hunger. Warum essen wir so oft zu viel? Wir essen weiter, obwohl wir doch eigentlich satt sein müssten! Warum verwechseln wir so oft Appetit mit Hunger, und essen, wenn wir gar keine Energie benötigen. Sein Ratschlag: Wir sollten nur dann essen, wenn wir echten Hunger haben: zwei bis drei mal am Tag. Und wir sollten hauptsächlich das essen – Carr sprach von 70% -, was uns wirklich am besten schmeckt, nämlich wenig verarbeitete pflanzliche Lebensmittel, Gemüse und Obst, keine raffinierten Fette und Kohlenhydrate. Dann würde der ständige Appetit langsam verschwinden und wir würden lernen, Hunger und Appetit wieder voneinander zu unterscheiden. Interessant für mich war an der Lektüre, dass Carr, der sich 1998 nur auf wenige wissenschaftliche Studien stützen konnte, und dies auch bewusst nicht getan hat, aber in vielen Punkten Recht hatte.(3) Ich fand beim Lesen auch meine eigenen Erfahren teilweise wieder. Auch ich hatte früher ständig Appetit und konnte nicht aufhören zu snacken, und genau wie bei Carr hörte der Zwang, ständig etwas zu mir nehmen zu müssen, bei mir in dem Moment auf, als ich keine industriell verarbeiteten Lebensmittel mehr zu mir nahm. Als Köchin in meinem Restaurant, damals ein ein-Personen Betrieb, verarbeitete ich bewusst nur unverarbeitete Rohstoffe. Ich hatte keine Zeit mehr, irgendwo anders zu essen. Pflanzliche Proteine aus Hülsenfrüchten und Omega-3-reiche Öle, gepaart mit Kohlenhydraten aus Brot und Gemüsen hielten mich satt. Sie gaben mir genug Energie, um täglich über 8 Stunden in der Küche und im Service zu arbeiten. Hinterher konnte ich auch noch den Laden aufräumen und putzen. Und das, ohne Heißhunger zu bekommen. Um es seinen Klienten leicht zu machen, lies Carr sie langsam anfangen mit der Ernährungsumstellung - und zwar beim Frühstück. Sie sollten zunächst zum Frühstück nur Obst essen. Er sagte „Sie werden sehen, nach einer Weile werden Sie Eier und Speck zum Frühstück nicht mehr essen wollen, Sie werden finden, dass Obst das leckerste und beste Frühstück ist, dass sie sich vorstellen können.“ Durch diese Idee reduzierten seine Klienten zuächst eine schwere Mahlzeit am Tag. Aber auch den Heißhunger -Kreislauf, der durch den schnellen Anstieg und Abfall des Blutzuckerspiegels schon am Morgen entsteht - konnten sie durchbrechen - wenn sie dazu auf den süßen Frühstückssaft und auf Zucker und Milch im Kaffee verzichteten. Sie konnten es schaffen, weniger zu essen und entschleunigt auch mal andere Lebensmittel auszuprobieren als gewohnt: Pflanzliche Lebensmittel, die nicht industriell verarbeitet waren. Heute wird empfohlen nicht mehr als 1-2 Portionen Obst pro Tag zu essen, denn auch Obst hat Zucker. Und richtig satt werden von einem reinen Obst-Frühstück nur wenige von uns, denn es fehlen die Proteine und Fette in der Mahlzeit. Deshalb würde ich den Obstsalat mit Nüssen und 1 EL Leinöl ergänzen, und mit Haferflocken - wie in Hanna's Müsli . Veränderung ist möglich, wenn wir lernen anders zu deken. Carr war dies bewusst. Durch seine Überlegungen zum „ leckersten Essen “ hatte er zunächst sein eigenes Bewusstsein und später das Bewusstsein seiner Patienten dahingehend geöffnet, ihre Einstellung zum Essen anders zu denken. Die Veränderung der persönlichen Haltung ist ein entscheidender Faktor für Menschen, die etwas verändern wollen. Und deshalb glaube ich, dass auch die Ernährungswende möglich ist, bei uns zu Hause und auch global. Wie war das mit dem Rauchen? Noch Anfang der 2000er Jahre wurde überall geraucht: Sogar in Schulen gabe es Raucherlehrerzimmer und Raucherecken auf den Schulhöfen. Als 2007 das Rauchverbot in Innenräumen eingeführt wurde,(4) kam es vielen von uns übertrieben und unmöglich vor. Dennoch ist es heute allgemein akzeptiert, dass Rauchen schädlich ist. Die meisten Menschen, selbst viele Raucher (!), genießen es, dass an ihrem Arbeitsplatz und in Restaurants nicht mehr geraucht wird. Als ich vor kurzem eine Freundin besuchte, erzählte ihr 16jähriger Sohn, dass er während seines Betriebspraktikums zum ersten Mal in seinem Leben in einem Innenraum gewesen sei, in dem geraucht wurde: Er fand es sehr merkwürdig und komisch. Er sagte, es habe sich für ihn so unpassend angefühlt wie die Idee, in einem Innenraum einen Fallschirmsprung zu versuchen. In nur wenigen Jahren hat sich also die Wahrnehmung zum Rauchen in unserer Gesellschaft komplett verändert. Und deshalb glaube ich, dass sich auch unsere Einstellung zu industriell verarbeiteten Lebensmitteln genau so verändern wird. Heute ist es schwer denkbar, doch wenn man in Büchern und in den Medien Beiträge über wissenschaftlichen Studien zu den Auswirkungen unserer Fast-Food Kultur auf unsere Gesundheit und die Gesundheit unseres Planeten liest, hört und sieht, dann liegen diese Veränderungen gar nicht mehr so fern. Ich glaube, in Zukunft werden aufgrund der großen negativen gesundheitlichen, klimatischen und finanziellen Folgen für unsere Gesellschaften industriell stark verarbeitete Nahrung, Lebensmittel wie Fleisch oder Zucker und industriell verarbeitete Milchprodukte als Genussmittel deklariert werden, genau wie heute Alkohol, Cannabis und Tabak. Was spricht dagegen diese Lebensmittel schon jetzt einzuschränken - oder sie sogar aufzugeben? Es auszuprobieren ist gut für deine Gesundheit. Und abgesehen davon wirst du merken, dass Kochen entspannt und Spaß macht. Es geht nicht darum sich unter Druck zu setzen, um "etwas tolles auf den Tisch zu bekommen", sondern auszuprobieren, was dir persönlich wirklich am Besten schmeckt: Dein leckerstes Essen. Alles, was wir selber zubereitet haben, ist besser als ein Fertigprodukt! Quellen 1 vgl. Carr, Allen: Endlich Wunschgewicht!: Der einfache Weg, mit Gewichtsproblemen Schluss zu machen (2013), Goldmann Verlag 2 Lesenswert und informativ zu dieser These ist das Buch von Michael Moss. vgl. Moss, Michael: Das Salz-Zucker-Fett-Komplott: Wie die Lebensmittelkonzerne uns süchtig machen (2014), Ludwig Verlag 3 Dies kann man z.B. bei Bast Kast nachlesen, der ausführlich zu dem Thema recherchiert hat. vgl. Kast, Bas: Der Ernährungskompass (2018), Bertelsmann Verlag 4 Bundesnichtraucherschutzgesetz (Bundesministerium für Gesundheit) https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/b/bundesnichtraucherschutzgesetz.html
- Vegane Pasta mit Pilzen und Radicchio
Champignons haben das ganze Jahr Saison und sind eine Proteinquelle. Geschmort entwickeln sie ein wunderbares Röstaroma. Als vegane Pasta mit Hafercreme und Salat sind sie unschlagbar. Die vegane Pasta mit Pilzen hier in einer Variante mit frischem Salat. Hier fehlt nur noch der Nussparmesan. Zutaten für 2 Personen 200g Champignons (eine Packung) 1-2 EL Olivenöl 1 kleine Zwiebel 1 Knoblauchzehe 1/4 - 1/2 TL Salz 1/8 TL frisch gemahlener weißer Pfeffer (etwa 10 Umdrehungen der Gewürzmühle) oder 1 zerbröselte getrocknete rote Chilischote 250ml Hafersahne (1/2 Rezept) . Wenn du es cremiger magst, nimm ein ganzes Rezept. 250g Pasta ungegart / ca. 500g gegart 3 Blätter Radicchio in feine Streifen geschnitten oder Feldsalat. zum Servieren: Nussparmesan und Olivenöl Vorbereitung Die Zwiebel in Würfel oder Ringe schneiden . Den Knoblauch hacken. Die Champignons in Scheiben schneiden . => gare die Pasta o der nutze vorgekochte Pasta aus dem Kühlschrank . Vegane Pasta mit Pilzen und Radicchio: Zubereitung Schmore die Zwiebel in Öl auf mittlerer Hitze an. Wenn die Zwiebeln durchsichtig und leicht golden glänzen und Röstaroma entwickeln, gib auch die Pilze und den Knoblauch in die Pfanne. Gib Salz und Pfeffer dazu. (Umrühren!) Schmore die Pilze etwa 3 Minuten an. Schmore sie jetzt solange mit Deckel, bis sie so gar sind, wie du es gerne magst. Gieße zwischendurch, immer wenn die Flüssigkeit verdampft ist, 1/8 – 1/4 Tasse Wasser zu den Pilzen. Nimm den Deckel ab und schmoren die Pilze noch einmal trocken. Gib die Hafersahne zu den Pilzen in die Pfanne und rühre einmal gut durch. Lass die Flüssigkeit einmal kurz aufköcheln, damit die Pilzsoße cremig wird. Jetzt kannst du die Creme noch mit Salz und Pfeffer abschmecken . Gib die Pasta in die Pfanne, mische sie gut mit der Pilzcreme. Bedecke die Pfanne mit einem Deckel und schalte den Herd aus. Lasse die vegane Pasta mit Pilzen in der Creme noch etwa 3 Minuten ziehen, bevor du sie servierst. Gib kurz vor dem Servieren die Radicchiostreifen zu der Pasta mit Pilzen. Serviere mit Nussparmesan bestreut und und mit Olivenöl beträufelt.
- Veganer Rotkohlsalat mit frijoles negros
Rotkohl hat alles, was ich am Klimakochen liebe: Er ist lecker, supergesund, vielfältig und nachhaltig. Als veganer Rotkohlsalat ergänzt mit Bohnen und einer Vinaigrette mit leckerem gesunden Öl versorgen wir uns auch gut mit Proteinen wichtigen Fettsäuren. Veganer Rotkohlsalat: Hier fehlen nur noch die Walnüsse. Zutaten für 2 Personen 1/2 kleiner Rotkohl (ca.350g) 1 kleine Zwiebel 150-200g gegarte und abgetropfte schwarze Bohnen ½ Tasse Walnüsse Vinaigrette aus Essig und Öl, z.B.: 6 EL Olivenöl + 4 EL Essig + 1/2 TL Salz + 1/8 TL weißer Pfeffer ODER 1/2 Rezept Vinaigrette Vorbereitung => Du brauchst ein Werkzeug zum Stampfen, z.B. einen Caipi-Stößel :) Entferne die äußeren Blätter vom Kohl und wasche ihn ab Pelle die Zwiebel Gieße die gegarten Bohnen durch ein Sieb, eventuell spüle sie noch einmal mit Wasser Zubereitung Schneide oder hobel den Kohl in feine Streifen Schneide die Zwiebel in feine Würfelchen Gib beides in eine Schüssel zusammen mit der Vinaigrette Mit dem Caipi-Stößel stampfst du das Gemüse solange, bis der Kohl geschmeidig ist Mische jetzt die Bohnen und die Walnüsse unter den Salat Wenn du Zeit hast, lass den Salat eine halbe Stunde durchziehen. Mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken Veganer Rotkohlsalat Hannas Tipps Du kannst den Salat natürlich auch mit Weißkohl oder Spitzkohl zubereiten, dann ist er geschmacklich milder. Wenn du zu deinem Rotkohlsalat ein Brötchen oder Brot - z.B. mit Hummus - isst, ist deine Mahlzeit komplett.
- Veganer Kohlauflauf mit Grünkern
Veganer Kohlauflauf schmeckt wunderbar an kalten Wintertagen, ist aber etwas aufwändiger. aus den Zutaten kannst du 2 kleine Aufläufe für Zwei Personen machen Zutaten für 4 Personen ... für den Kohl 700g Weißkohl oder Wirsing 1 Tasse Wasser 1/4 TL Salz ...für die Kartoffeln 1 kg Kartoffeln ca. 1 l Wasser 1 - 2 TL Salz ...für den Grünkern 1/2 Tasse Getreide (ganzes Korn, z.B. Grünkern, Gerste oder Hafer) 1 EL Pflanzenöl nach Geschmack 1 Zwiebel (120-200g) 1/2 TL Salz 1/8 TL gemahlener Pfeffer 1/2 Tasse W asser ... für das Zusammenbauen des Auflaufs 1 Rezept vegane Hafersahne mit: 1-2 Knoblauchzehen (gehackt) 1/2 TL Salz 1/8 TL gemahlene Muskatnuss 1/8 TL gemahlener Pfeffer 1 Rezept veganer Mandelkäse (Käsecreme) Vorbereitung 6-8 Stunden vorher: Das Getreide weichst du 6-8 Stunden in Wasser ein. Wenn du den Mandelkäse selber machst, weiche auch 100g Mandeln in Wasser ein. Koche die Kartoffeln in Salzwasser als Pellkartoffeln vor und lasse sie abkühlen. (Das geht auch im Dampftopf. ) vorm Kochen: Löse vom Kohl vorsichtig 4-6 Blätter ab, den Rest schneidest du in Streifen. Schneide die Zwiebel in Würfel. Bereite die Hafersahne zu und würze sie mit gehacktem Knoblauch, gemahlener Muskatnuss, Salz und gemahlenem Pfeffer Bereite den Mandelkäse zu. Pelle die Kartoffeln und schneide sie in Scheiben oder Würfel. Veganer Kohlauflauf: Zubereitung Den Kohl vorgaren: Lasse 1 Tasse Wasser in einem goßen Topf aufkochen. Gib ¼ TL Salz dazu. Blanchiere/dämpfe den Kohl 5 Minuten in dem Topf mit Deckel. Lass den Kohl im Topf, bis du ihn weiterverarbeitest. Die Getreidekörner garen: Die Zwiebeln bei mittlerer Hitze in einer Pfanne in Öl anschmoren , bis sie am Rand goldbraun werden und es nach Röstaroma duften. Gib die abgetropften Getreidekörner dazu, würze mit Salz und Pfeffer und schmore das Getreide ohne es zu verbrennen. Lösche das Getreide mit ½ Tasse Wasser ab und lasse es einköcheln, bis das Wasser verkocht ist. Die Form befüllen: Schichte alle Zutaten in eine mit 1 TL Olivenöl gefettete Auflaufform oder in eine ofenfesten Pfanne: => Lege die Form mit großen Kohlblättern aus. => Belege sie mit der Hälfte der Kartoffeln. => Darauf kommt die Hälfte des geschmorten Getreides. => Schichte die Hälfte des Kohls darüber. => Wiederhole dies:) Verquirle die Hafersahne noch einmal und gieße sie über die geschichteten Zutaten. Verteile den Mandelkäse auf der obersten Schicht des Kohlauflaufs. Bestreue die überstehenden Kohlblätter und den Auflauf mit 1 Prise Salz oder mit 1 EL Nussparmesan und beträufel ihn mit Olivenöl. Den Auflauf garen: Backe den veganen Kohlauflauf bei 200 Grad Celsius 25 Min. Stelle den Ofen aus und lasse den Auflauf noch 15 Minuten im geschlossenen Ofen ohne Energiezufuhr weiter garen. *HANNAS TIPPs: 1 Prise Salz ist die Menge, die du zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger aufnehmen kannst, also weniger als 1/8 TL... Serviere den veganen Kohlauflauf mit Salat, z.B. Feldsalat, mit ein paar Apfelwürfeln und Sonnenblumen bestreut - darüber pro Portion 1 EL Vinaigrette oder Essig, Olivenöl und etwas Salz und Pfeffer, fertig! :) . Oder du schneidest die restlichen Kohlblätter in feine Streifen schneiden und bereitest sie als Rohkostsalat zu.
- Aus Nichts eine Mahlzeit erfinden
Statt unterwegs noch im Supermarkt vorbeizugehen, um frisches Gemüse zu besorgen, gehe ich direkt nach Hause. Im Kühlschrank finde ich nur noch... 5 Möhren ein nicht mehr ganz frisches Romana Herz Langweilig? Zusammen mi t den veganen Basics wird daraus mein Abendessen (für 1 Person). Fangen wir an zu improvisieren! So rettest du den Salat: Alle Blätter, die nicht völlig verkrumpelt oder faulig sind, werden am Stengel angeschnitten und gewaschen und dann in eine Schüssel mit Wasser gelegt, damit sie wieder knackig werden. Das dauert etwa eine halbe Stunde. Die bleibt zum kochen einer Möhren(creme)suppe. Schäle die Möhren. S chneide eine kleine Zwiebel in Würfel oder Streifen. Schmore sie in einem Topf bei mittlerer Hitze in (Oliven) öl an . S chneide die Möhren in etwa 1cm breite Stücke. Wenn die Zwiebeln angeschmort sind, breitet sich ein leckeres Röstaroma in der Küche aus. Gib jetzt 1 TL Garam Masala und die Möhren dazu und schmore sie zusammen mit den Zwiebeln 2-3 Minuten. Würze mit 1/4 TL Salz und etwa 5 Umdrehungen Pfeffer aus der Mühle. Jetzt gieße 300ml Wasser dazu. => Deckel drauf, aufkochen lassen und bei niedriger Flamme 5 Min kochen, dann mit Dec kel - bei ausgeschaltetem Herd - 5-10 Minuten gar ziehen lassen. Die Möhren sind gar, wenn sie weich sind, denn sie werden püriert . - Wenn sie nicht richtig weich sind, dann koche ich sie noch einmal auf und lasse sie noch einmal 5 Minuten mit Deckel auf der ausgeschalteten Herdplatt e ohne weitere Energiezufuhr g aren. Die Suppe soll cremig werden: Püriere im Pürierglas mit dem Pürierstab: - 150ml Sojamilch - 1 EL Hefeflocken - 1 EL zarte Haferflocken oder Hafermehl - 1 EL Olivenöl . Diese Mischung gießt du zu den Möhren in den Topf. Lass die Suppe noch einmal aufköcheln . Dabei rühre sie um. Püriere danach die Suppe mit dem Pürierstab im Kochtopf. Wenn sie zu sämig ist, gib noch Flüssigkeit dazu und lass sie noch einmal aufköcheln. Jetzt kannst du die Suppe nach Geschmack abschmecken z.B. mit... - Salz (in 1/8 TL Schritten) und Pfeffer - 1/2-1EL Rübensirup oder 1 EL Balsamico Essig : Das gibt der Suppe Tiefe. Der Salat wird getrocknet und in Streifen geschnitten. Dazu kannst du schnell eine Vinaigrette machen, oder du mischst in einer Tasse 1 EL Balsamico Essig mit 2 EL Olivenöl und etwas Salz und Pfefffer und gibst sie über den Salat Falls du noch Sonnenblumen- oder Kürbiskerne im Haus hast sprenkel einen EL davon über den Salat. Mit einer Beilage ergänzt du Kohlenhydrate (Reis) und Proteine (Linsen) Dazu kochst du z.B. 1/4 - 1/2 Tasse (60 - 120 ml) rote Linsen oder Reis (oder eine Mischung aus beidem) in einem Topf mit der doppelten Menge Wasser und 1/4 TL Salz auf. Stelle die Herdplatte aus, und lass Linsen oder Reis bedeckt ausquellen. Guten Appetit!
- Veganer Rotkohleintopf
Rotkohl: Das klassische Wintergemüse ist sehr vielseitig und schmeckt auch ohne Knödel. Im Rotkohleintopf mit Kartoffeln und Nelken ist Rotkohl eine milde Option in dunkellila. Veganer Rotkohleintopf mit Kartoffeln Nelken und Piment und Olivenöl. Dazu gibt es Babyspinat mit Vinaigrette. Zutaten für 2-3 Personen 1 Zwiebel 1 EL Pflanzenöl zum Braten ½ Kopf Rotkohl 2 Knoblauchzehen 5 mittelgroße Kartoffeln 5 Pimentkörner gemahlen (alternativ 1/4 TL frisch gemahlener Pfeffer) 2 Nelken 1 TL Salz 1 EL Bierhefe 30 -60 ml (1/8 – 1/4 Tasse) Weinessig 1/2 Tasse Wasser zum Servieren 2 - 4 EL Olivenöl Vorbereitung die Zwiebel schälen und in Streifen schneiden die äußeren Blätter entfernen, den Rotkohlkohl waschen und in Streifen schneiden die Kartoffel schälen und in kleine Würfel (1cm x1cm) schneiden den Knoblauch schälen und hacken Zubereitung Schmore die Zwiebeln bei mittlerer Hitze in einem mittelgroßen Topf in Öl an, bis sich ein Röstaroma entwickelt. Gib den Kohl und den Knoblauch dazu und schmore ca. 2 Minuten weiter . Gib die Gewürze – Salz, Piment, Nelken und Bierhefe dazu und schmore eventuell noch weiter – pass auf, dass dir das Gemüse nicht anbrennt: Wenn es zu schnell geht, etwas (1/4 Tasse) Flüssigkeit angießen und den Boden des Topfes mit dem Pfannenmesser sauber schaben. Gib die Kartoffeln dazu und rühre alles einmal durch. Lösche das Gemüse mit dem Wasser und dem Essig ab und rühre alles einmal durch. Bedecke den Topf (Deckel drauf!) und lasse alles einmal gut aufkochen. => Wenn du mit dem Dampftopf kochst , lasse einmal Druck auf den Topf kommen (3 Ringe) und stelle dann den Herd aus. Der Eintopf ist fertig, wenn der Topf keinen Druck mehr anzeigt und sich leicht öffnen lässt. => Weiter ohne Dampftopf: Gare 10 Minuten bei niedriger Temperatur. Der Rotkohleintopf soll solange köcheln. Stelle den Herd aus und lasse den Eintopf 5 Minuten garziehen ( energiesparend kochen ) Würze nach Geschmack in kleinen Schritten mit Salz nach. Serviere mit Olivenöl beträufelt. Rotkohleintopf: *HANNAS TIPPs Je nachdem, wie viel Kohl du benutzt brauchst du mehr Flüssigkeit: einfach halbe Tassenweise zugeben und dementsprechend mit Salz und Piment nachwürzen. Der Proteinanteil des Eintopfs wird höher, wenn du ihn mit Nussparmesan bestreust. Das ist außerdem sehr lecker. Hochwertige Pflanzenöle bleiben stabil, wenn du sie so wenig wie möglich erhitzt. Deshalb gebe ich das Olivenöl erst am Ende zum Rotkohleintopf dazu. Dazu passt ein grüner Salat mit Vinaigrette .
- Vegane Pasta mit Paprika und Karotten
Ein schnelles Gericht, das immer gelingt und einfach glücklich macht. Vegane Pasta mit Paprika und Karotten hat eine angenehme Schärfe und ein wunderbares Schmoraroma. Vegane Pasta mit Schmorgemüse und Karotten - auf dem Bild ergänzt ein Salat mit Kidneybohnen Protein. Zutaten für 2 Personen 1 kleine Zwiebel 1 Chilischote 1-2 EL pflanzliches Öl zum Schmoren 3 mittelgroße Karotten 2 rote Paprikaschoten 2 Knoblauchzehen 1/2 - 3/4 TSP Salz frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack 1/4 -1 Tasse Wasser oder Weißwein zum Schmoren 250 g Nudeln (gegart) Vorbereitung Zwiebeln schälen und in halbe Ringe schneiden den Knoblauch fein hacken Paprika waschen und in Streifen schneiden Die Karotten wasche, schälen und in dünne Scheibchen schneiden Zubereitung Schritt 1: Setze in einem Topf Wasser für die Nudeln auf. Wenn es kocht, gib 2 TL Salz in das Nudelwasser. ( Pasta energiesparend garen ) Schritt 2: Schmore die Zwiebel mit der zerbröselten Chilischote in Öl auf mittlerer Hitze an. Wenn die Zwiebel anfangen Röstaroma zu entwickeln, gib die Paprika und den Knoblauch in die Pfanne. Gib das Salz dazu und schmore das Gemüse kurz mit den Zwiebeln an (etwa 30-60 Sekunden). Gib die Möhrenscheibchen dazu und rühre mit dem Pfannenmesser um. Wenn der Pfannenboden oder das Gemüse goldbraun werden gieße 1/4 Tasse Wasser oder Wein an das Gemüse und schabe den Pfannenboden mit dem Pfannenmesser sauber. Lasse das Gemüse mit Deckel bei niedriger Flamme 2-3 Minuten weiter schmoren. Schabe den Pfannenboden mit dem Pfannenmesser sauber. Schmore das Gemüse weiter, bis die Paprika gar sind. Die Karotten sollten noch bisfest sein. Gieße immer dann etwas Wasser oder Wein an, wenn die Flüssigkeit eingekocht ist und die Pfanne am Boden dunkler wird, damit das Gemüse nicht verbrennt. Probiere das Gemüse und würze eventuell mit frisch gemahlenem Pfeffer und Salz nach . Schritt 3: Mit den gegarten Nudeln vermischen, 3 Minuten bedeckt ziehen lassen. vegane Pasta mit Paprika und Karotten: HANNAS TIPPs Mit Nussparmesan und mit Chili- oder Ölivenöl beträufelt servieren. Dazu passt ein grüner Salat mit Vinaigrette . vegane Pasta mit Paprika und Karotten... Während ich esse, chillt Hanna auf ihrem Hundeplatz ...
- Anders Essen - die Ernährungswende für Gesundheit und Klima: Fangen wir zu Hause an.
Unser Essen macht viele von uns krank. Dies betrifft nicht nur Erwachsene. Mehr als 15% aller Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig! (1) Ein Grund dafür ist, dass ein zu großer Teil von dem, was wir essen, aus hochverarbeiteten Fertigprodukten besteht. Auch Produkte, die oberflächlich gesund erscheinen, stellen sich beim Blick auf die Zutatenliste als gar nicht mehr so frisch, natürlich und gesund heraus. Die Herstellung vieler Lebensmittel trägt zur Zerstörung unserer Umwelt bei. Deshalb stoßen wir immer häufiger auf den Begriff Ernährungswende. Unsere Ernährung hat auch eine Einfluss auf unsere Umwelt Was bedeutet Ernährungswende und was soll sie bewirken? Ernährungswende bedeutet: Wir alle essen anders, um uns und unsere Erde gesund zu erhalten . Dies betrifft einerseits die Nahrungsmittelindustrie, die oft hochverarbeitete ungesunde und umweltschädliche Produkte herstellt. Aber es betrifft auch uns Verbraucher*innen, denn wir kaufen diese Produkte. Viele Jahre lang ging es beim Thema Ernährung nur um uns selbst. Wir diskutierten über Körperideale und persönliche Gesundheit. Spätestens seit den Publikationen der Eat-Lancet Komission 2019 und 2025 zum Thema Planetary Health (2) wissen wir: Unser Essverhalten betrifft nicht nur uns persönlich – es betrifft alle Menschen, Tiere, Pflanzen. Es hat Auswirkungen auf das Klima und unsere Umwelt. Konkret sind das z.B. Menschen, die in der Landwirtschaft oder Nahrungsmittelindustrie arbeiten. Wie sind deren Arbeitsbedingungen? Menschen, deren direkte Umwelt durch die Produktion unserer Nahrungsmittel komplett verändert ist – durch Rodung, Flurbereinigung, Emissionen durch Transport – alles Faktoren, die direkt die Lebensqualität dieser Menschen und im Großen das Weltklima beeinflussen. Die Ressourcen, die wir uns mit allen Menschen und Tieren auf der Erde teilen müssen, um weiter zu überleben. Hier wird derzeit in der Lebensmittelproduktion noch nicht nachhaltig gewirtschaftet. „ [M]enschliche Gesundheit und ökologische Nachhaltigkeit sind untrennbar miteinander verbunden. Deshalb gilt es, das bisherige Handeln grundlegend neu auszurichten.[...,] weltweit.“(3) Unsere Zukunft beginnt Heute! Vielleicht fragst du dich: Wie fange ich an? Muss ich jetzt auf alles verzichten? Keine Sorge, wir alle können jederzeit mit der Ernährungswende anfangen. Das Schöne daran ist, wir müssen dabei nicht perfekt sein :) Schon kleine Veränderungen sind ein Gewinn für dich und für das Klima. Sich möglichst natürlich, pflanzenbasiert, regional und saisonal zu ernähren ist nicht nur gesund für uns und das Klima - das Klimakochen öffnet uns unbekannte kulinarische Türen zur kreativen Küche und Genuss. Und diese Art zu kochen muss nicht kompliziert sein, denn viele ganz simple Kochideen schmecken total lecker. Dennoch blockiert manche von uns die Frage nach dem Wie. Soll ich jetzt radikal alles auf einmal verändern, oder geht es auch anders? Ja, das geht! Wir alle können unsere Ernährungsgewohnheiten auch Schritt für Schritt verändern und damit die Umwelt schützen:) 10 Ideen zur Umsetzung der Ernährungswende zu Hause, die jede*r im eigenen Tempo in ihr*sein Leben integrieren kann: Ich mische mir mein Müsli selber – mit Bio-Getreideflocken, Nüssen und jeden Tag mit weniger Zucker! Ich koche nicht mehr mit Fertigbrühe und prozessierten Gewürzmischungen, sondern würze mir meine Gerichte selbst mit Salz, Pfeffer und Gewürzen, die mir schmecken. Oft reicht ein einziges Gewürz, z.B. Kumin, Zimt oder Rosmarin, um einer Mahlzeit eine ganz besondere und eigene Note zu geben. Ich probiere mal, ob mir meine Schmorsoße oder Senfsoße auch mit selbstgemachter Hafersahne schmeckt. Ich probiere ein Hauptgericht mit Tofu, Nüssen oder Hülsenfrüchten als Proteinquelle in Kombination mit (Oliven)öl. Macht mich das auch satt? Ich überbacke mein Ofencremegemüse oder Aufläufe oder Quiche mit Hafersahne , Nussparmesan und Olivenöl statt mit Kuhmilch-Sahne und Käse. Ich mache mir meine Salatsoße aus Essig, Senf, (Zucker,) Salz, Pfeffer und Öl genauso schnell selbst, wie vorher eine Fertigmischung. Ich experimentiere mit Hülsenfrüchten , Schmorgemüse und Rohkost – mit selbstgemachten Soßen und Dips . Ich nehme Hummus statt Käse oder Schinken und dazu fein geraspelten Kohl als Crunchy Beilage aufs Sandwich . Ich mache mir meine Mayonnaise selber. Die schmeckt sogar auch gut als Creme Fraiche/Sour Creme Ersatz in Suppen oder zu Kartoffeln. Ich backe ohne Fertigprodukte und ohne Butter und Hühnereier – aber auch ohne künstlichen Ei-Ersatz. Klimakochen . Mich persönlich hat diese Art zu essen so gepackt, dass ich keine Lust mehr auf etwas anderes habe, weil es einfach ist, gut schmeckt und ich mich gut damit fühle. Auch beim Essen draußen, „to Go“ oder im Restaurant kannst du klimafreundlicher auswählen: Du kannst Milchalternativen statt Kuhmilch, Sandwiches mit Hummus statt mit Käse oder Serrano-Schinken, Obstkuchen statt Sahnetorten wählen. Eine gute Pizza schmeckt auch, wenn sie statt Mozarella vor oder nach dem Backen mit Olivenöl beträufelt wird. Ich frage im Restaurant öfter mal nach: Habt ihr das selbst gekocht? Selbstgekochtes ist immer klimafreundlicher als hochverarbeitete Fertigprodukte. Auch wenn du nicht alles umsetzt: Jeder kleine Schritt ist ein Schritt in Richtung Gesundheit, unserer - und der unserer Erde! Das Ziel der Ernährungswende: => Ernährungssysteme der Zukunft schützen das Menschenrecht auf gesunde Nahrung, eine gesunde Umwelt und gesunde Ökosysteme! ... so sieht es auf unseren Tellern oft aus.... ... und so könnte es aussehen... Auch der Bürgerrat Ernährung im Wandel hat im Februar 2024 seine Empfehlungen an die Bundestagspräsidentin übergeben.(4) Den Bürgerräten war es wichtig, dass sich alle Menschen, die in Deutschland leben, gesund ernähren können, auch Schulkinder oder andere Personen, die nicht selber zu Hause kochen können. Aber den Bürgerräten ist auch das KLima wichtig. Sie fordern z.B., dass das Gemeinschaftsessen in Schulen, Kitas und Krankenhäusern den Empfehlungen der DGE entspricht. Ein einheitliches Label, das Klima, Tierwohl und Gesundheit berücksichtigt, damit wir es beim Einkaufen leichter haben, steht an zweiter Stelle auf der Liste. Auch wenn die meisten der Forderungen nicht umgesetzt wurden: Das Thema Ernährung im Wandel ist durch die Arbeit des Bürgerrats bei uns präsenter geworden. Der neue 21. Bundestag kann das Ernährungsgutachten aufgreifen und weiter damit arbeiten.(5) Was gesund und gut für uns ist, ist auch gut für unseren Planeten :) QUELLEN 1 vgl. https://adipositas-gesellschaft.de/ueber-adipositas/praevalenz/ (2019-2025) 2 Infos zur Planetary Health Diet findest du z.B. beim Potsdam Institute for clima te impact reasearch: https://www.pik-potsdam.de/en/news/latest-news/eat-lancet-report (2025) bei der DGE: https://www.bzfe.de/fileadmin/resources/eif/Fokus_Nachhaltigkeit/eif_2203_wunschthema_nachhaltigkeit_in_ernaehrung.pdf(2022) oder der Veganen Gesellschaft: https://www.vegan.at/planetary-health-diet (2019) 3 "WWF Positionspapier": https://w ww.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/besseresserinnen/wwf-positionspapier (2021) 4 vgl. "Bürgergutachten zu Ernährung übergeben". https://www.buergerrat.de/aktuelles/buergergutachten-zu-ernaehrung-uebergeben/ (20.02.2024) 5 vgl. "Ernährungsempfehlungen vor Wahl nicht umgesetzt". https://www.buergerrat.de/aktuelles/ernaehrungsempfehlungen-vor-wahl-nicht-umgesetzt/ (11.02.2025)












