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Alle wollen selber vegan kochen, aber keiner tut es...

Aktualisiert: 24. Jan.

Ich lebe inzwischen wieder in Deutschland und hier ist in den Supermärkten plötzlich alles irgendwie vegan: Ganze Regale sind voll beladen mit veganen Produkten: Juchuuu!!!

(geschrieben Januar 2023)


Eine Schüssel mit einem Biga Vorteig.
Ein Biga Vorteig aus Weizenmehl bei der Weiterverarbeitung mit Weizenvollkornmehl.

"Vegan im Supermarkt": das sind hauptsächlich Fertigprodukte...


Doch beim näheren Hinsehen fällt auf, dass uns hauptsächlich Fertigprodukte angeboten werden, die vor allem eins sind: teuer und aufwändig verpackt. Sind sie auch nachhaltig und so gesund wie es scheint?


Ich frage mich immer wieder, ob die Menschen, die diese Produkte kaufen – vielleicht, weil sie das Klima schonen wollen, ihre Gesundheit verbessern wollen oder aus Tierschutzgründen – ob diese Menschen wirklich auf ihre Kosten kommen, und vor allem:


Bleiben die Menschen, die hauptsächlich Fertigprodukte kaufen, bei der veganen Küche?


Denn fast immer, wenn ich etwas aus der neuen bunten Produktpalette ausprobiere, schmeckt es mir entweder nicht, oder es ist sehr teuer. Und ein Blick auf die Zutatenliste ist auch nicht immer appetitlich.


Dagegen ist alles, was ich selber mache lecker, frisch und nachhaltig. Es macht satt und kostet nicht viel Geld.

  • Es ist umweltfreundlich und klimaschonend, weil ich keine Fertigprodukte benutze!

  • Kochen macht Spaß, vor allem, wenn es schnell geht!

  • Es gibt so viel Gemüse – am Besten regional – und wenn Gemüse frisch ist, ist es gesund und sooo lecker!

Backkartoffeln mit Gurkensoße – vegane Mayonnaise, Bohnen und Linsen in jeder Form – am Besten mit Chipotlecreme (yummie!), Pasta mit Wirsing und Mandelcreme, veganes Kartoffelgratin – alles ganz ohne Sahne! Zum Nachtisch Kekse, Obst und Kuchen: Das ist alles einfach nur gut!


Ein Blick zurück...

Wie war es eigentlich bei mir mit dem (veganen) Kochen?


Ich habe Gemüse immer gerne gegessen. In meiner Familie gab es Gemüse aber immer nur als Beilage. Ich aß es später oft entweder roh oder viel zu lange gegart. Oft kochte ich alles zusammen und hatte am Ende meistens eine fade Version von Ratatouille auf dem Teller.


... Halley kochte anders...


2014 hatte ich eine Mitbewohnerin, Halley aus Portland, Oregon, die als Regel alles einfarbig kochte, und bei der bei jedem Gericht eine bestimmte Gemüsesorte die Hauptrolle spielte. Außerdem kochte sie nicht immer alles butterweich, wie ich das von zu Hause aus gewohnt war: Plötzlich schmeckte Gemüse anders und noch besser, einfarbig, aber auch bunt!


Ich experimentiere seitdem mit Gemüse, je nachdem, was ich gerade bekommen kann. Für mich war das nicht immer einfach, und das, obwohl ich schon so viele Jahre Kocherfahrung hatte!


Es gibt unendlich viele gute Blogs und Video Tutorials.


Ich arbeite gerne mit ihnen. Sie sind genau wie gute Kochbücher eine Inspiration für eigene Experimente. Selten benutze ich die Rezepte Anderer exakt zum Kochen. Ich mache das eigentlich nur, wenn ich ein spezielles Gericht oder eine bestimmte Technik lernen will.


Ich bin überzeugt davon, dass eine pflanzenbasierte Ernährung nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund ist. Dabei ist eins aber ganz wichtig:


Gesund ernähren wir uns nur dann, wenn das, was wir essen, auch frisch ist.


In Cafés, Restaurants, Cafeterien gibt es inzwischen vegane Optionen. Die werden aber meistens mit Fertigprodukten gemacht, mit Fleisch- und Käseimitaten. Ich liebe Pommes Frites, aber um uns gesund und auch klimaschonend zu ernähren sollten wir am Besten selber kochen, und zwar möglichst ohne Fertigprodukte.


Alle wollen selber kochen, doch keiner tut es...


Was machen eigentlich die Menschen, die immer das Kochen lernen wollten, es aber nie ernsthaft ausprobiert haben, weil sie gar nicht so recht wissen, wie sie anfangen sollen?


Die wenigsten besuchen einen Kochkurs, denn der kostet Zeit und Geld. Außerdem lernt man in der eigenen Küche, mit den eigenen Geräten, am besten.


Es ist schwer, Gewohnheiten zu verändern. In der Küche fehlt es oft an Platz, Zeit und Erfahrung. Wenn wir nicht nur uns selbst versorgen sind da noch die Anderen, die ständig über unser „Gekoche“ meckern.


Suchen wir schnell mal ein Rezept, gibt es im Netz unendliche Möglichkeiten, die alle irgendwie einen Haken haben – entweder fehlt uns ein Großteil der Zutaten oder es wird wieder nur eine Fertigprodukt clever integriert, oder die Rezepte sind sehr anspruchvoll und geben an den Knackpunkten keine genaue Anleitung!


Wie wäre es, dachte ich, wenn es ein Kochprogramm für alle gäbe, die eigentlich nie selber kochen?

Eine Kochschule, für alle, die immer schon das Kochen lernen wollen, aber die irgendwie nie damit angefangen haben...


Für Menschen, die vegan leben oder die vegane Küche ausprobieren wollen, die wenig Zeit haben, und die es satt haben immer nur gekochtes Gemüse mit Nudeln oder Reis und/oder Fertigprodukten zu kombinieren!


Alles muss so einfach sein, dass es jede und jeder nachkochen kann!

Hanna zeigt euch Schritt für Schritt, wie ihr jeden Tag ein Essen auf den Tisch bekommt.

Ganz ohne Fertigprodukte. In meinen Rezepten habe ich versucht, besonders die Angaben zu den Gewürzen so exakt wie möglich zu machen. Es wird nicht alles immer gleich gelingen. Findet die Köchin / den Koch in euch: Lernt eure Küchen kennen und lasst euch auf eure Experimente ein. Auch Sterneköche haben irgendwann mal angefangen und haben zuerst die Grundtechniken gelernt. Lasst euch überraschen, gebt nicht auf - und denkt immer daran:


Alles, was wir selber zubereitet haben ist besser als ein Fertigprodukt!




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